Die afrikanische Wohnkultur
Afrika ist einer der vielseitigsten und faszinierendsten Kontinente der Erde. Lange Küstenregionen, trockene Wüsten, tropische Wälder und belebte Großstädte – Afrika hat viel zu bieten und ist nicht umsonst eine der meist bereisten Regionen der Welt. Hier leben und wohnen viele Menschen verschiedenster Völker und Stämme mit ihren ganz eigenen Kulturen, die sie über Generationen weitergeben.
Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in vielen gesellschaftlichen Belangen deutlich zu spüren, vor allem an den Behausungen der Afrikaner. Während einige Menschen in großen modern eingerichteten Häusern leben, wohnt der ärmere Teil der Bevölkerung in kleinen spärlichen Hütten. Doch ganz egal, wie arm oder reich man in Afrika ist, die traditionellen Einrichtungsgegenstände und Möbelstücke sind besonders stilvoll und gerade bei Menschen aus Übersee sehr gefragt.
In den reicheren Regionen des Kontinents leben Menschen in großen Häusern mit westlichem Standard. Auch wenn die Wasserversorgung im Land knapp ist, sind die Bewohner ausreichend versorgt und haben funktionierende sanitäre Anlagen. Gastfreundschaft wird in Afrika besonders groß geschrieben, weshalb Einheimische ihre großen Apartments und Häuser gerne untervermieten oder Urlauber bei sich aufnehmen. Viele Touristen quartieren sich mit Vorliebe für einige Wochen in eine afrikanische Gastfamilie ein, um die Kultur und Traditionen hautnah miterleben zu können. Schon allein die stilvolle Einrichtung wirkt sehr einladend und auch spannend.
In Afrika hängen viele afrikanische Masken an den Wänden, die allesamt religiöse oder kultische Bedeutung haben. Einige Menschen schützen sich mit ihnen vor Geistern oder hängen sie über das Bett, um schlechte Träume zu verjagen. Hauptsächlich bestechen dunkle erdige Farben in den afrikanischen Behausungen. Viele Bewohner verwenden natürliche Baumaterialien und dekorieren ihre Räume mit entsprechenden Kultgegenständen, um ihre Herkunft und Liebe zu ihrem Stamm zu verdeutlichen. Wie in den westlichen Regionen der Welt, haben Afrikaner mehrere Räume oder zumindest Separees, wie ein Schlafzimmer, eine Küche und ein Bad. Wohlhabende Einwohner haben ihr Badezimmer direkt im Haus, Nomaden und arme Menschen haben oftmals Toilettenhäuser oder nutzen den Busch, um ihr Geschäft zu verrichten. Das Schlafzimmer ist meist der größte Raum, in dem viele Accessoires und Dekorationen zu finden sind. In Hotels und Pensionen sind die Betten vergleichbar mit denen anderer Länder, in landestypischen Wohnungen und Häusern stehen jedoch etwas andere Betten, wie zum Beispiel edle massive Holzmodelle, aber auch selbst errichtete Stücke aus Bambus oder Stroh. Betten sind in Afrika besonders groß und gemütlich. Grund dafür ist, dass sich Frauen und Kinder meist ein Bett teilen, während der Mann sein eigenes Bett hat. Im Schlafzimmer sind Brauntöne vorrangig. Alles muss harmonieren, damit die Menschen gut schlafen können. Bunte Masken und verwirrende Bilder werden kaum in das Schlafzimmer gehangen, dafür Kerzen und Möbelstücke mit klaren Linien, die stilvoll und zugleich funktionell sind. Ein praktischer Beistelltisch ist genauso zu finden, wie schöne Pflanzen oder eine schicke afrikanische Wandsilhouette.
Beliebte Materialien, die häufig im Schlafzimmer zu finden sind, sind Rattan, Seide, feines Leder und Felle.
Auch das Badezimmer und die Küche sind meist stilvoll und praktisch eingerichtet. Afrikaner versprühen eine enorme Lebensfreude und dekorieren ihre Räumlichkeiten entsprechend mit bunten Bildern, Wandzeichnungen und Accessoires.