Afrika – Der Kontinent des Kaffees

Afrika beteiligt sich mit etwa einem Sechstel am ganzheitlichen Kaffeevolumen weltweit – eigentlich verständlich, weshalb Afrika auch als „Der Kontinent des Kaffees“ bezeichnet wird. Ganz egal ob Angola, Äthiopien, Burundi, die Elfenbeinküste, Jemen, Kamerun, Kenia, Kongo, Ruanda, Madagaskar, Sambia, Tansania oder Uganda – Afrika kann sich an einer Vielzahl unterschiedlicher Kaffeeanbau-Länder erfreuen. Dabei sei erwähnt, dass ostafrikanische Länder eher „Arabicas“ anbauen, weitläufige Kaffeeplantagen in großen Teilen Westafrikas konzentrieren sich wiederum vermehrt auf den Anbau der Kaffeesorte „Robusta“. Betrachtet man hingegen Länder, welche sich in der geographischen Mitte Afrikas befinden, so ist auffallend, dass in diesen Gebieten beide Kaffeesorten, d.h. sowohl „Arabicas“ als auch „Robustas“ gedeihen.

Was die Wirtschaftlichkeit des Kaffeeanbaus in Afrika betrifft, so sei festgehalten, dass die Mehrheit der vorerst angeführten Länder vom Kaffee-Export in Länder auf der ganzen Welt lebt.  Dies bedeutet, dass die Kaffeeproduktion einen wichtigen Stellenwert im Rahmen afrikanischer Lebensumstände einnimmt. So werden Kaffeebohnen nach u.a. Europa exportiert und folglich in Supermärkte, Läden und Einkaufszentren geliefert, wo sie Konsumenten und Endverbrauchern zum Kauf angeboten werden.

Genau genommen ist Kaffee sowohl gemahlen als auch in Form von ganzen Kaffeebohnen erhältlich. Kaffeebohnen besitzen im Gegensatz zu gemahlenen Kaffee ein noch intensiveres Aroma und stellen demnach die beliebtere Variante für Kaffeevollautomaten (inkl. Mahlwerk) oder Espressomaschinen dar. Vor allem bei Espressomaschinen kann aufgrund des geringen Anteils an Milch mehr Kaffeearoma geschmeckt werden.

Nimmt man das afrikanische Kaffeeanbauland Angola genauer unter die Lupe, so kann gesagt werden, dass Angola im Jahre 1974 noch der viergrößte Kaffeeproduzent war. Genau genommen lieferte Angola in den 80er-Jahren die wahrlich beste Robusta-Qualität ganz Afrikas – bis zu jenem Zeitpunkt, als politische Unruhen die Kaffeeproduktion lahm legten. Seit 2003 bemüht man sich, mithilfe von Programmen, der Kaffeeproduktion in Angola zur erfolgreichen Wiederbelebung zu verhelfen.

Afrikanischer Spitzenkaffee aus Kenia wird vor allem in deutschen Kaffeetassen in vollen Zügen genossen. Demnach zeichnet sich kenianischer Kaffee durch seine äußerst feine Säure sowie seine hervorragende Fruchtigkeit aus.

Uganda zählt mit drei Millionen Sack Kaffee (Jahresproduktion) zu den größten Produzenten der Kaffeesorte „Robusta“. Genau genommen nimmt sich Uganda außerdem des Anbaus der Sorte „Arabica“ an. Die beste Arabica-Sorte, nämlich „Bugishu“, zeichnet sich durch ein etwas milderes Aroma aus – dies im ganzheitlichen Vergleich zu den sogenannten Bourbon-Sorten aus Kenia. Was die Kaffeeproduktion in Uganda betrifft, so sei festgehalten, dass diese in den letzten Jahren auf rund 2,6 Millionen Sack Kaffee zurückgegangen ist.

Das afrikanische Land Ruanda liefert und exportiert exzellenten Qualitätskaffee aus gewaschenen Arabica-Bohnen. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass auch in Ruanda politische Unruhen sowie allgemeine Unsicherheiten vorherrschen, kann sich das generelle Kaffeegeschäft in diesem afrikanischen Land nicht optimal entwickeln. Außerdem stehen gewisse Pflanzenkrankheiten, bezogen auf den Kaffeeanbau, einer problemlosen Kaffeeproduktion im Wege.