Einführung in die afrikanische Kultur

Der Kontinent Afrika erstreckt sich auf einer Fläche von rund 30,3 Millionen km². Das sind 22% der gesamten Landfläche der Erde, die der afrikanische Kontinent somit einnimmt. Das lässt sich darauf schließend, dass Afrika infolgedessen bevölkerungsreich sein muss: Genau genommen wird der Kontinent von über einer Milliarde Menschen, (Stand 2009), bewohnt. Es handelt sich dabei um viele, sehr heterogene Völker, die nach europäischem Maßstab als sehr arm zu klassifizieren sind.

Geographisch lässt sich sagen, dass Afrika im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean sowie dem Roten Meer umgeben ist. Die einzige Verbindung zum Festland bzw. zu Eurasien bildet der Sinai (= eine zu Ägypten gehörenden asiatische Halbinsel), der sich genau genommen zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel befindet. Der europäische Kontinent liegt Afrika an der Straße von Gibraltar und der Straße von Sizilien am nächsten.

Im Rahmen der Etymologie sei festgehalten, dass in der Antike der lateinische Name „Africa“ ausschließlich das Gebiet der gleichnamigen römischen Provinz, nämlich das heutige Tunesien, bezeichnete. Dabei wurde der afrikanische Kontinent in der Antike oft „Libya“ genannt. Verwendet wurde der Name „Africa“ erstmals vom römischen Senator und Feldherrn Scipio Africanus, der als Eroberer von Karthago galt. Man meint, der Terminus „Africa“ könnte von einem einheimischen afrikanischen Stamm abgeleitet sein. Ursprünge der Bezeichnung könnten auch auf dem griechischen „aphrike“ („unkalt“), dem lateinischen „aprica“ („sonnig“) oder dem lateinischen Wort „Afer“ („Afrikaner“, „Punier“) basieren.

Weitere Bezeichnungen für den Kontinent, die jedoch als eher selten gebraucht gelten, sind „Schwarzer Kontinent“, „Wiege des Lebens“ oder „Dritter Kontinent“ (von Europa aus gezählt).

Ebenso im Rahmen der Lyrik und Poesie spielt der afrikanische Kontinent eine sehr große Rolle. In vielen Büchern und Gedichte-Bänden sowie in Online-Portalen finden sich immer mehr alte Werke, d.h. Weisheiten und Zitate, die die Thematik der afrikanischen Kultur behandeln. Sie beschreiben auf eine besondere Art und Weise, was den afrikanischen Kontinent charakterisiert und was genau für diesen typisch ist. Besondere Geschehnisse und Ereignisse werden in Form von Metaphern bearbeitet. Dabei ist es für den Leser notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen, um einzelne Passagen verstehen zu können. Ebenso gilt es als Voraussetzung, viel Wissen über die afrikanische Kultur bereits mitzubringen, da dies für das Verständnis im Rahmen der Historik als unabdingbar gilt. Viele Texte, die das Thema Afrika behandeln, erzählen über „Hochzeitsgedichte“, die für die Afrikaner von besonders wichtiger Bedeutung sind. Mit Hochzeitsgedichten meinen wir Europäer wunderschöne Zeilen, die dem Brautpaar Glück für das zukünftige Eheleben bringen soll. Afrikanische Stämme bezeichnen mit derartigen Gedichten ganz typische Floskeln, die einem vermählten Paar mit auf ihren Weg gegeben werden. Diese werden von Generation zu Generation weitergegeben und müssen bei jeder Vermählung ausgesprochen werden.